{"id":1695,"date":"2018-01-10T05:34:52","date_gmt":"2018-01-10T04:34:52","guid":{"rendered":"https:\/\/swarafulk.de\/2018\/01\/am-8-januar-482-starb-severin-von-noricum-in-favianis-vermutlich-dem-heutigen-mautern-bei-krems\/"},"modified":"2018-01-10T05:34:52","modified_gmt":"2018-01-10T04:34:52","slug":"am-8-januar-482-starb-severin-von-noricum-in-favianis-vermutlich-dem-heutigen-mautern-bei-krems","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/swarafulk.de\/en\/2018\/01\/am-8-januar-482-starb-severin-von-noricum-in-favianis-vermutlich-dem-heutigen-mautern-bei-krems\/","title":{"rendered":"Am 8. Januar 482 starb Severin von Noricum in Favianis, (vermutlich dem heutigen Mautern bei Krems)."},"content":{"rendered":"<p>Am 8. Januar 482 starb Severin von Noricum in Favianis, (vermutlich dem heutigen Mautern bei Krems).<br \/>\nEr war ein sp\u00e4tantiker Heiliger, Missionar und Klostergr\u00fcnder in Noricum. \u00dcber sein Leben berichtet Eugippius in einer \u201eGedenkschrift\u201c (Commemoratorium), die unter dem Titel Vita sancti Severini (\u201eDas Leben des heiligen Severin\u201c) bekannt ist.<br \/>\nZun\u00e4chst trat Severin offenbar im Gebiet Nieder\u00f6sterreichs in Erscheinung, in Asturis (vielleicht Klosterneuburg), Comagena (Tulln), und Favianis (Mautern), wo der Rugierk\u00f6nig Flaccitheus am gegen\u00fcberliegenden Ufer der Donau residierte, der Severin angeblich um Rat bat. Seine Lebensbeschreibung handelt dann von Cucullis (Kuchl bei Salzburg) und Iuvavum (Juvao, Salzburg). Ein weiterer Abschnitt beschreibt sein Wirken an der Donau bei Passau. Dort geht es um die Kastelle und Siedlungen Quintanis (K\u00fcnzing, oberhalb der Vils), Batavis (Passau links des Inn, beide geh\u00f6rten zur Nachbarprovinz Raetia secunda), Boiotro (Bojotro, Passau rechts des Inn, ein Grenzkastell Noricums) und Joviaco (Schl\u00f6gen\/Haibach, einige Kilometer flussabw\u00e4rts in Ufernoricum). Er unterst\u00fctzte und best\u00e4rkte demnach zun\u00e4chst deren romanische Bev\u00f6lkerung angesichts der st\u00e4ndigen germanischen \u00dcberf\u00e4lle, organisierte dann aber ihre Evakuierung nach Lauriacum (Lorch) an der Enns, bald wegen anhaltender Bedrohungen weiter zur\u00fcck in die nieder\u00f6sterreichische Nachbarschaft seines fr\u00fcheren Wirkungsorts Favianis, dies auf Druck des Rugierk\u00f6nigs Feletheus. Hier verbrachte Severin offenbar seinen Lebensabend.<br \/>\nSeverin bekleidete selbst kein Amt, sondern scheint auch nach der Konventsgr\u00fcndung weiter als Anachoret gelebt zu haben.<br \/>\nEr bet\u00e4tigte sich als Mahner, Helfer und Seelsorger, setzte sich f\u00fcr die Aufrechterhaltung der \u00f6ffentlichen Ordnung ein und organisierte Lebensmittel- und Kleiderlieferungen. In den Jahren 469\/470 erlangte er vom alamannischen K\u00f6nig Gibuld, den er im Gebiet von Passau traf, die Freilassung r\u00f6mischer Kriegsgefangener.<br \/>\nSein entschiedenes Auftreten im Umgang mit Herrschern zeugt von seiner au\u00dfergew\u00f6hnlichen pers\u00f6nlichen Autorit\u00e4t.<br \/>\nIm Jahr 488 siedelte der Konvent von Favianis nach Italien \u00fcber, zu diesem Zweck wurden die Gebeine des Severin geborgen. Eugippius schreibt, der Leichnam sei sechs Jahre nach seiner ersten Beisetzung unverwest und vollkommen erhalten gewesen und habe geduftet, obwohl er nicht einbalsamiert war.<br \/>\nNeuer Standort der Gemeinschaft wurde Castellum Lucullanum bei Neapel.<br \/>\nSeit 1807 liegen die Gebeine Severins in der Pfarrkirche von Frattamaggiore in Kampanien.<\/p>\n<p class=\"facebook-post-url\"><a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/1179509282113282\/posts\/1746008555463349\">Facebook<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 8. Januar 482 starb Severin von Noricum in Favianis, (vermutlich dem heutigen Mautern bei Krems). 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